Ziele in der Umgebung

 

London

 

London liegt etwa 1,5 Stunden Fahrtzeit von Oxford entfernt. Man kann für 16£ ein Hin- und Rückfahrtticket für eine Fahrt mit den Bussen der Oxford Tube kaufen. Mit dem Bus kann die Fahrt in die Hauptstadt allerdings etwas länger dauern, abhängig vom Berufsverkehr kann es öfters zu Staus in den Randbezirken kommen. Die Zugfahrt dauert genauso lang, wie die Busfahrt, ein Einzelticket kostet allerdings 21£.

 

London ist die Hauptstadt Englands und bietet dem Besucher eine Masse an Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten und Impressionen. Die Stadt ist immer eine Reise wert. Abhängig vom Wochentag kann man die großen Freiluft-Märkte in Camden und Notting Hill besuchen, sowie die Fülle der historischen und teilweise atemberaubenden Attraktionen und Sehenswürdigkeiten der Innenstadt entdecken.

 

Ein Tagesticket der London Tube ist die sinnvollste Lösung, um zwischen den verstreuten Orten zu pendeln, die Nutzung der berühmten Doppeldeckerbusse lohnt sich, wenn man die bekannten Plätze über der Erde abfahren möchte. Einige Linien fahren sogar nahezu alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt ab.

 

Windsor

Windsor ist etwa 1,5 Stunden Fahrt von London entfernt, ein Besuch lohnt sich auch während der Abwesenheit der königlichen Familie. Windsor Castle wurde im 11. Jahrhundert erbaut, ist somit das älteste durchgängig bewohnte Schloss der Welt und neben dem Buckingham Palace und dem Holyrood Palace in Edingburgh eine der Hauptresidenzen der königlichen Familie. Wenn die Queen nicht anwesend ist, kann man das Schloss besichtigen, doch lohnt sich auch ein genereller Besuch der Stadt Windsor. An der Themse liegend bietet die romantische Stadt ein ideales Ausflugsziel mit seinen kleinen Hotels und Läden. Bis vor ein paar Jahren gab es einen Windsor Safari Park, mittlerweile ist auf dem Gelände ein Legoland-Freizeitpark entstanden.

 

Eton

Die Stadt Eton liegt gleich gegenüber von Windsor, man erreicht sie durch eine kleine Brücke über der Themse. Hier findet man auch das berühmte Eton-College, eine private Schule für Jungen, die auch die beiden Prinzen William und Harry besuchten. Der Rundgang für Touristen ist kostenlos, man kann die Kreuzgänge, die Kapelle und den ältesten Klassenraum besichtigen.

 

Tagestour Stonehenge, Salisbury, Avebury und Ufflington White Horse

 

Mit dem Auto lohnt sich ein Tagesausflug nach Stonehenge, der wohl berühmtesten Attraktion auf der Insel, weiter nach Salisbury, zum Steinkreis von Avebury und dem White Horse Hill nach Ufflington.

 

Die Entstehungszeit von Stonehenge wird auf 3000 - 2000 v. Chr. datiert, es gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es besteht aus mehreren konzentrisch angeordneten Kreisen aus Pfeiler- und Deckensteinen, deren Bedeutung bis heute umstritten ist. Da die Steine aber auf die Sonnenwende und Tagundnachtgleiche ausgerichtet sind, vermutet man, dass die Steine als eine Art vorzeitliches Observatorium genutzt wurden.

 

Durch Souvenirwahn vieler Touristen wurden die Steine im Laufe seiner Jahre als Sehenswürdigkeit beschädigt, sodass seit den 80er Jahren das Gelände umzäunt ist, und man die Steine nur aus sicherer Entfernung betrachten kann. Einzig die "Druids Society" darf einmal im Jahr ins Innere der Kreise, um dort Rituale abzuhalten. Die Legenden, die sich um den Steinkreis ranken, scheinen keine Grenzen zu kennen. Der Teufel habe die Steine aus Irland geholt, Merlin soll die Steine aufgestellt, oder gar Außerirdische sollen sie gebracht haben.

 

Nur 17 Kilometer entfernt findet man die Stadt Salisbury. Außer der verwinkelten und pittoresken Innenstadt lohnt es sich, der Kathedrale einen Besuch abzustatten. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und beherbergt heute eines von vier erhaltenen Exemplaren der Magna Carta.

 

Etwa 30 Kilometer von Salisbury entfernt gibt es einen weiteren Steinkreis in Avebury, der im Gegensatz zu dem mittlerweile teuren und überfüllten Stonehenge als kleiner Geheimtipp gilt. Das Gelände ist frei begehbar und die Steine dürfen berührt werden Er wurde etwa um 2600 v. Chr. erbaut und gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

 

35 Kilometer südlich führt die Strecke nach Ufflington. Auf dem Weg durchfährt man Swindon mit dem wohl berühmtesten und verrücktesten Kreisverkehr der Welt, dem "Magic Roundabout". Dieser Verkehrsknotenpunkt besteht aus einem großen Kreisverkehr in der Mitte und fünf ringförmig darum angeordneten kleineren Kreisverkehren. Die äußeren Ringe werden normal, wie in England üblich, links umfahren, während man den inneren Kreisverkehr im Rechtsverkehr umrundet.

 

Weiter geht es Richtung Ufflington, wo sich das älteste Scharrbild Englands, der White Horse Hill befindet. Das Alter des Bildes ist nicht klar zu bezeichnen, man nimmt aber heute an, dass es im dritten Jahrtausend v. Chr. entstanden sein muss. Es stellt ein stilisiertes Bild eines Pferdes dar, das in den Boden gekratzt und geschnitten wurde, sodass die darunter liegende Kreide zum Vorschein kam. Es ist 107 x 37 Meter groß und ist vollständig nur aus der Luft zu erkennen. Seit dem 12. Jahrhundert gilt das White Horse als eins der Wunder Englands und ist kostenlos zu besichtigen.

 

Stratford-upon-Avon

1,5 Stunden von Oxford entfernt liegt Stratford-upon-Avon, der Geburtstadt von William Shakespeare. Sein Geburtshaus ist der größte Publikumsmagnet der Stadt und kann auch besichtigt werden. Das Haus sollte 1847 verkauft werden, doch die Bürger der Stadt demonstrierten für die Erhaltung dieses wichtigen Hauses als Andenken an den berühmtesten Sohn der Stadt. Charles Dickens organisierte Dichterlesungen, um Spenden für den Kauf des Hauses zu sammeln. Die Stadt kaufte das Gebäude schlussendlich, das Londoner Parlament rief eine gemeinnützige Stiftung ins Leben, den "Shakespeare Birthplace Trust", der im Laufe der Jahre noch vier weitere Gebäude hinzu kaufte. Unter anderem gehört dazu das Geburtshaus von Anne Hathaway, Shakespeares Frau. Ein Besuch des alten Cottages in Shottery, etwa 1,5 Kilometer außerhalb Stratfords lohnt sich auf jeden Fall, der Eintritt kostet 6£.